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Das Foto von Keren Ann & Roni Alter
Lernen Sie Keren Ann & Roni Alter kennen „Mutig und schön“

16. Juli 2024

 | VON 

Yael Nachshon Levin


ALS SINGER-SONGWRITERIN BIN ICH STÄNDIG AUF DER SUCHE NACH NEUEN ZEITGENÖSSISCHEN STIMMEN. WENN ICH ANDEREN KÜNSTLERN/INNEN ZUHÖRE, MÖCHTE ICH INSPIRIERT, BERÜHRT UND HERAUSGEFORDERT WERDEN. 


Zum ersten Mal hörte ich Keren Anns Musik während meines Musikstudiums in New York (2023). Der erste Song, den ich von ihr hörte, „Not going anywhere“, fesselte mich sofort. Keren Anns Ehrlichkeit und ihr starkes Selbstbewusstsein, das trotz einer gewissen Zerbrechlichkeit spürbar ist, inspirierten mich. Natürlich berühren mich ihre Melodien, ihre Stimme und ihre Texte seitdem bei jedem Hören aufs Neue. Ich begann, mehr über sie zu lesen und erfuhr, dass sie israelische Wurzeln hat, aber in Paris lebt, was mich zusätzlich begeisterte, da ich Paris so sehr liebe. Im Laufe der Jahre habe ich ihre stetig wachsende Karriere verfolgt und auf den richtigen Moment gewartet, um sie zu FRAMED einzuladen. Mit dem FRAMED FEST ergab sich nun endlich diese Gelegenheit. 


Roni Alter ist ungefähr so alt wie ich, wuchs wie ich in Tel Aviv auf, und wir beide hatten viele Jahre lang Gesangsunterricht bei derselben legendären Lehrerin. So lernte ich sie kennen. Irgendwann (vor etwa 20 Jahren) standen wir bei einem Konzert mit vielen weiteren Sänger/innen gemeinsam auf der Bühne, und ich hörte sie zum ersten Mal live. Ich erinnere mich noch genau, wie ihre Stimme für mich wie ein warmer, tiefer und aufgewühlter Ozean klang. Ich war sofort verzaubert. 


Die Jahre vergingen, und ich hörte, dass Roni nach Paris gezogen war, nun auch auf Französisch und Englisch sang und einige wirklich wunderbare Alben veröffentlichte (die ich liebe und oft höre). 


Roni war bereits zweimal bei FRAMED aufgetreten, jeweils bei unterschiedlichen Anlässen. Beide Auftritte waren schlicht, authentisch, ehrlich und zutiefst berührend. Hier ist eine Erinnerung an ihren Auftritt bei FRAMED im Jahr 2018


Während ich die Duette für diese ganz besondere erste Ausgabe des FRAMED FEST zusammensetzte, kam mir die Idee, Keren Ann gemeinsam mit Roni einzuladen. Stellt euch diese beiden mutigen, schönen Frauen vor, wie sie im Wasserturm singen und die besondere Akustik des Raumes ihre Geschichten und Lieder direkt in die Herzen des Publikums trägt. Ich kann es kaum erwarten. 


Glücklicherweise waren sowohl Roni als auch Keren Ann begeistert und nahmen unsere Einladung an. Kurz bevor sie aus Paris in Berlin aufbrechen, stellte ich ihnen ein paar Fragen: 



Was ist eure Hoffnung / euer Wunsch / euer Beweggrund, für diese besondere Show den Weg aus Paris auf euch zu nehmen? 


Roni & Keren Ann: Wir sind beide einfach überglücklich über die Gelegenheit, bei diesem magischen Festival und an diesem inspirierenden Ort gemeinsam zu spielen und zu singen. Wir können es kaum erwarten, unsere Songs dem Berliner Publikum zu präsentieren. 



Gemeinsam habt ihr ein riesiges Repertoire! Wie stellt ihr die Setlist für diese Show zusammen? Was ist euer Kompass bei der Auswahl? 


Roni & Keren Ann: Die Entscheidung, welche Songs wir spielen, war sehr intuitiv. Jede von uns hat die Stücke ausgewählt, die sie aus unserem beiderseitigen Repertoire am meisten liebt, und wir werden sie in neuen Arrangements präsentieren. Das Programm ist eine Mischung aus Bekanntem und einigen neuen Überraschungen. 




Was inspiriert euch an der jeweils anderen? 


Roni: Keren Anns großartige Songs begleiten mich, seit ich ein Mädchen war. Ich bin einfach ein großer Fan von ihr. Allein die Vorstellung, mit ihr auf der Bühne zu stehen, begeistert und inspiriert mich.


Keren Ann: Roni ist vor allem eine enge Freundin, die ich bewundere und liebe. Ich schätze ihre Kreativität sehr und war schon immer von ihrer wunderschönen Stimme und ihren Harmonien fasziniert. Diese Gelegenheit wollten wir beide schon lange ergreifen.



Könnt ihr mir bitte von einem Kunstwerk erzählen, das euch in letzter Zeit besonders beeindruckt hat? Es kann alt oder neu sein, jede Form von Kunst – ein Gedicht, ein Gemälde, ein Film, ein Lied, was auch immer…


Keren Ann: „Giovannis Zimmer“, ein Buch von James Baldwin 



Roni: „The Zone of Interest“, ein Film von Jonathan Glazer 



Von Yael Nachshon Levin 








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